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Ajaccio

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Apfelstillleben

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Blumenbouquet mit rotem Tischtuch

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Blumen in blauer Vase und Schlüsselblumenstrauß

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Dame in weißer Bluse

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Der Maler Georg Christian Andersen

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Hochzeitsrosen 1

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Sitzende Dame in blauer Bluse

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Stillleben mit Uhr

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Tempelgang Mariens

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Kunstdrucke von Anton Faistauer

Sammlung: Kunstdrucke von Anton Faistauer

Anton Faistauer war ein österreichischer Maler und gilt als eine der eigenwilligsten und bedeutendsten Figuren der österreichischen Moderne im frühen 20. Jahrhundert – ein Künstler, dessen Werk zwischen dem Erbe des Wiener Fin de Siècle und den Impulsen der europäischen Avantgarde eine eigenständige, unverwechselbare Position einnahm und dessen Bedeutung für die österreichische Malerei seiner Generation lange Zeit unterschätzt wurde. Er wurde 1887 in Sankt Martin bei Lofer in Salzburg geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Wiener Akademie der bildenden Künste, wo er gemeinsam mit Oskar Kokoschka und anderen jungen Künstlern zu jener rebellischen Schülergeneration gehörte, die sich gegen die akademischen Konventionen ihrer Ausbildung wandte und neue, von der europäischen Moderne beeinflusste Wege suchte. Diese frühe Verbindung zu Kokoschka und der Wiener Avantgarde prägte seine Entwicklung nachhaltig, auch wenn er bald einen eigenständigen Weg einschlug, der ihn von den expressionistischen Extremen seiner Weggefährten unterschied.

Faistauer entwickelte früh eine Bildsprache, die sich weder dem reinen Expressionismus noch dem Dekorativismus des Jugendstils vollständig zuordnen lässt, sondern einen dritten Weg beschreitet: eine malerisch sinnliche, farblich reiche und dabei strukturell durchdachte Kunst, die die Errungenschaften Cézannes und der französischen Moderne aufnahm und mit einer österreichischen Empfindungsweise verband. Nicht die emotionale Explosion oder die spirituelle Abstraktion interessierte ihn, sondern die malerische Substanz selbst – die Qualität des Pinselstrichs, die Tiefe und Leuchtkraft der Farbe, die plastische Überzeugungskraft der Form. Diese Haltung verlieh seinem Werk eine handwerkliche Ernsthaftigkeit und eine sinnliche Unmittelbarkeit, die es von vielen Zeitgenossen vorteilhaft unterscheidet.

Ab den 1910er Jahren etablierte sich Faistauer als eine der markanten Persönlichkeiten des österreichischen Kunstlebens. Ein zentrales Merkmal seines reifen Werks ist die Verbindung von figürlicher Malerei und koloristischer Intensität. Besonders seine Porträts, Akte und Figurenkompositionen sowie seine Landschaften aus dem Salzburger Land gehören zu den eindrucksvollsten Leistungen der österreichischen Malerei seiner Generation: In ihnen verbinden sich eine robuste, pastose Malweise, eine warme und differenzierte Farbpalette und ein sicheres Gespür für Komposition und Raumwirkung zu Bildern von echter malerischer Substanz und bleibender Qualität. Besonders seine Fresken für das Salzburger Festspielhaus, die er in den frühen 1920er Jahren ausführte, zeugen von seinem Ehrgeiz, die malerische Tradition der großen Wandmalerei in die Moderne zu überführen.

Neben seiner Tätigkeit als Maler war Faistauer ein engagierter Autor und Theoretiker, der seine künstlerischen Überzeugungen in Schriften und Manifesten artikulierte und sich für eine österreichische Moderne einsetzte, die nicht in der bloßen Übernahme internationaler Avantgardekonzepte aufging, sondern eine eigenständige, im österreichischen Erbe verwurzelte Erneuerung anstrebte. Diese kulturpolitische Dimension seines Wirkens verleiht seiner Persönlichkeit eine Bedeutung, die über das rein Malerische hinausgeht. Anton Faistauer starb 1930 in Wien, gerade zweiundvierzig Jahre alt, an den Folgen einer schweren Erkrankung. Heute gilt er als eine wichtige Figur der österreichischen Moderne, dessen Werke in den bedeutenden österreichischen Museen vertreten sind und auf dem Kunstmarkt zunehmend die Anerkennung finden, die seiner malerischen Qualität und seiner kunsthistorischen Bedeutung als Vermittler zwischen Wiener Tradition und europäischer Moderne entspricht.