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Bauernmädchen auf dem Balkon

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Biwak russischer Soldaten

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Blick auf eine Stadt

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Der Garten des Malers Franz von Lenbach in München

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Der Kürbisgarten

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Der Kuss I

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Der Kuss II

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Der Verwundetentransport I

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Der Verwundetentransport II

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Holzplatz bei Szolnok

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Junge von Hunden verfolgt

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Markt in Szolnok

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Nach der Schlacht

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Neapolitanisches Bauernhaus mit Bäuerin

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Österreichische Soldaten, eine Furt überschreitend

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Pferdemarkt in Szolnok I

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Pferdemarkt in Szolnok II

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Übernachtung im Planwagen

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Ungarische Dorfidylle

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Ungarische Ochsen-gespanne

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Ungarische Pferdetränke

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Ungarischer Markt mit blauen Schirmen

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Ungarischer Schafhirte

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Ungarisches Bauernfuhrwerk am Wasser

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Kunstdrucke von August von Pettenkofen

Sammlung: Kunstdrucke von August von Pettenkofen

August von Pettenkofen war ein österreichischer Maler und gilt als eine der international angesehensten Figuren der österreichischen Malerei des 19. Jahrhunderts – ein Künstler, dessen Werk die engen Grenzen des Wiener Kunstbetriebs hinter sich ließ und in der europäischen Kunstwelt seiner Zeit eine Anerkennung fand, die seinen österreichischen Zeitgenossen nur selten zuteilwurde. Er wurde 1822 in Wien geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Wiener Akademie der bildenden Künste, wo er zunächst in der Tradition der akademischen Historienmalerei ausgebildet wurde, sich jedoch bald in eine andere Richtung bewegte. Entscheidend für seine künstlerische Entwicklung war die Begegnung mit der Schule von Barbizon und dem französischen Realismus, deren unmittelbare Naturbeobachtung und malerische Freiheit er mit einer Begeisterung aufnahm, die sein gesamtes späteres Werk bestimmen sollte.

Pettenkofen entwickelte früh eine tiefe Zuneigung zu einem Motiv, das ihn zeitlebens nicht mehr loslassen sollte: dem ungarischen Tiefland und dem Leben seiner Bevölkerung. Seit den 1850er Jahren verbrachte er regelmäßige Aufenthalte in Szolnok an der Theiß, dem Zentrum der gleichnamigen ungarischen Künstlerkolonie, die er maßgeblich mitbegründete und die zu einem wichtigen Treffpunkt europäischer Maler wurde. Die weite, flache Puszta mit ihrem eigentümlichen Licht, den einfachen Bauern und Hirten, den Märkten und Dorfszenen, den Pferden und Eseln in staubiger Hitze – all das wurde zum Kernthema seines Schaffens und verlieh seinem Werk eine thematische Geschlossenheit und Überzeugungskraft, die es unverwechselbar machte. Nicht die romantische Verklärung des Volkslebens interessierte ihn, sondern die direkte, ungeschminkte Darstellung einer Wirklichkeit, die er mit den Augen eines aufmerksamen und empathischen Beobachters sah.

Ab den 1850er Jahren etablierte sich Pettenkofen als eine der angesehensten Persönlichkeiten des mitteleuropäischen Kunstlebens. Ein zentrales Merkmal seines reifen Werks ist die Verbindung von realistischer Beobachtung und einer feinen, tonig abgestimmten Farbgebung, die seine Bilder trotz ihrer Schlichtheit von einer eigentümlichen atmosphärischen Qualität durchdringt. Besonders seine Darstellungen des ungarischen Marktlebens, der Bauernkinder und der Pferdefuhrwerke in der Sommerhitze der Puszta gehören zu den eindrucksvollsten Leistungen der österreichischen Malerei seiner Generation: In ihnen verbinden sich ein sicheres kompositorisches Gespür, eine differenzierte Behandlung des harten südöstlichen Lichts und eine menschliche Wärme, die seinen Figuren eine Würde und Lebendigkeit verleiht, die weit über bloße Genremalerei hinausgeht. Seine Verbindungen zur Schule von Barbizon und sein Einfluss auf die österreichische Landschafts- und Genremalerei machten ihn zu einer zentralen Vermittlerfigur zwischen der französischen und der mitteleuropäischen Malerei seiner Zeit.

Neben seiner Tätigkeit als Maler war Pettenkofen eine respektierte und einflussreiche Persönlichkeit des Wiener Kunstlebens, der seinen Erfahrungen und künstlerischen Überzeugungen treu blieb und sich den wechselnden Modeströmungen des Wiener Betriebs gegenüber bemerkenswert unabhängig verhielt. Seine enge Verbindung zur Szolnoker Künstlerkolonie und sein Einfluss auf jüngere österreichische Maler, die in ihm ein Vorbild für eine von akademischen Zwängen befreite, dem Realen verpflichtete Malerei sahen, verleihen seiner Persönlichkeit eine kulturhistorische Bedeutung, die über das rein Malerische weit hinausreicht. August von Pettenkofen starb 1889 in Wien und hinterließ ein Werk von großer innerer Geschlossenheit und bleibendem Rang. Heute gilt er als eine der zentralen Figuren der österreichischen Realismus und als Schlüsselfigur der mitteleuropäischen Genremalerei, dessen Werke in den bedeutenden österreichischen Museen vertreten sind und auf dem internationalen Kunstmarkt nach wie vor hoch geschätzt werden.