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Abend in der Prossau bei Gastein

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Am Wolfgangsee

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Apfelpflückendes Mädchen

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Auf dem Balkon

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Babette Tapecierer

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Blick auf Rom vom Monte Mario

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Brustbild der Nichte Käthchen Winder

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Das Gasteinertal I

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Das Gasteinertal II

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Das Gasteinertal im Nebel

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Der Bildhauer Reinhold Begas mit seiner Frau Margarethe

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Der störrische Esel

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Die Familie des Künstlers beim Frühstück

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Die Freundinnen

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Die Meiereiwiese in der Vorderbrühl mit der Ruine Mödling

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Die Nichten des Künstlers

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Die Rosenpflückerin

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Die Seifenbläserin

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Die Weilburg bei Baden

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Elisabeth von Nast-Kolb geb. Hardegg

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Fischerknabe am Meeresstrand

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Frau im roten Kleid mit Zeitung

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Hofrat Dr. Karl Zehden

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Italienisches Fischerkind

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Kunstdrucke von Anton Romako

Sammlung: Kunstdrucke von Anton Romako

Anton Romako war ein österreichischer Maler und gilt als eine der rätselhaftesten und faszinierendsten Figuren der österreichischen Kunst des 19. Jahrhunderts – ein Künstler, dessen Werk so weit aus dem Rahmen der zeitgenössischen Malerei herausfiel, dass es zu Lebzeiten kaum verstanden wurde und erst Generationen später als das erkannt werden konnte, was es tatsächlich ist: ein singuläres, in seiner psychologischen Intensität und malerischen Kühnheit weit vorausgreifendes Œuvre, das heute als eines der aufregendsten und eigenwilligsten der österreichischen Kunstgeschichte gilt.

Er wurde 1832 in Atzgersdorf bei Wien geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung zunächst an der Wiener Akademie, wo Ferdinand Georg Waldmüller ihm jedes künstlerische Talent absprach – ein Urteil, das die spätere Entwicklung seines Werkes als eine der großen Fehleinschätzungen der österreichischen Kunstgeschichte erscheinen lässt. Unbeeindruckt von dieser frühen Zurückweisung setzte Romako seinen Weg fort, studierte in München bei Wilhelm Kaulbach, hielt sich in Venedig, Rom und London auf und war nach seiner Rückkehr nach Wien Privatschüler bei Carl Rahl, bevor er sich 1857 endgültig in Rom niederließ, wo er als vielgefragter Porträtist und Genremaler sowohl Ansehen als auch Vermögen erwarb. Diese römischen Jahre brachten ihm gesellschaftlichen Erfolg und materiellen Wohlstand, doch unter der glatten Oberfläche der Porträtkarriere arbeitete eine künstlerische Energie, die sich mit den Konventionen des Genres nicht abfinden konnte und nach einer Bildsprache suchte, die tiefer und verstörender war als alles, was der gehobene Kunstbetrieb seiner Zeit verlangte.

Nach seiner Rückkehr nach Wien im Jahr 1876 trat diese innere Spannung immer offener zutage. Die Stadt stand damals im Zeichen des überwältigenden Erfolgs von Hans Makart, dessen dekorative, sinnliche Prachtmalerei den Geschmack der Ringstraßengesellschaft dominierte – ein Klima, das für Romakos zunehmend nervöse, psychologisch aufgeladene Bildsprache denkbar ungünstig war. Seine Malweise entwickelte sich in eine Richtung, die seine Zeitgenossen befremdet und abgestoßen zurückließ. Ein zeitgenössischer Kritiker warf ihm vor, durch seine Sucht nach Originalität in Zeichnung und Farbbehandlung zu Absonderlichkeiten zu neigen – eine Formulierung, die unfreiwillig präzise beschreibt, was Romakos Werk von dem seiner Zeitgenossen unterschied und was es für spätere Generationen so bedeutsam machen sollte. Die Folge war eine schrittweise Abwendung des Publikums und eine zunehmende Verschlechterung seiner materiellen Verhältnisse. Weitere Studienreisen nach Ungarn, Italien und Frankreich, auf denen er unter anderem mit der Schule von Barbizon in Berührung kam, deren Einflüsse sich in seinen Landschaftsbildern niederschlugen, konnten an dieser Grundsituation wenig ändern.

Besonders seine Porträts der Wiener Jahre sind von einer psychologischen Durchdringung, die in der österreichischen Malerei seiner Zeit beispiellos war. Die Figuren scheinen nicht einfach gemalt, sondern durchleuchtet zu sein, als hätte der Maler ihre äußere Erscheinung beiseitegeschoben und direkt in ihr Inneres geblickt. In diesen Werken liegt eine Qualität, die unweigerlich an den späteren Expressionismus eines Oskar Kokoschka denken lässt – nicht als bloße Analogie, sondern als echte Vorwegnahme. Sein monumentales Gemälde „Tegetthoff in der Seeschlacht bei Lissa" gehört zu den eindrucksvollsten und ungewöhnlichsten Historienbildern der österreichischen Malerei: Statt der erwarteten heroischen Ruhe zeigt es eine Szene von nervöser Energie und psychologischer Spannung, in der der Admiral nicht als marmorne Heldenfigur, sondern als lebendiger, von der Situation geforderter Mensch erscheint. Das Bild wurde vom Publikum seiner Zeit abgelehnt – heute gilt es als eines der bedeutendsten österreichischen Gemälde des 19. Jahrhunderts.

Anton Romako starb 1889 in Wien, arm, vereinsamt und von der Kunstwelt seiner Zeit nahezu vollständig ignoriert. Die Wiederentdeckung kam erst im 20. Jahrhundert, als ein neuer Blick Romakos malerische Kühnheit endlich zu würdigen wusste. Heute gilt er als einer der faszinierendsten und wegweisendsten Künstler der Ringstraßenepoche, dessen Werke in den großen österreichischen Museen bewahrt werden und dessen psychologische Tiefe und malerische Radikalität ihn zu einem echten Vorläufer der Wiener Moderne machen – einem Maler, der seiner Zeit so weit voraus war, dass sie ihn nicht sehen konnte.