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Die Herde verlässt den Stall

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Heidschnuckenherde in der Abendsonne vor dem Köb in der Lüneburger Heide

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Heimkehr in den Stall

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Kälber vor einem Unterstand

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Ruhende Kühe

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Ruhende Schafherde

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Schafe am Wasser im Abendlicht

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Schafe an der Stalltür

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Schafherde

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Schafherde auf dem Weg durch die Durchfahrt am Wolkenhof in Murrhardt

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Schafpark Heidemoor

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Kunstdrucke von Heinrich von Zügel

Sammlung: Kunstdrucke von Heinrich von Zügel

Heinrich von Zügel war ein deutscher Maler und gilt als einer der bedeutendsten Tiermaler und Freilichtmaler des deutschen Impressionismus im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert – ein Künstler, dessen Werk die Tradition der akademischen Tiermalerei mit den Errungenschaften der modernen Freilichtmalerei zu einer eigenständigen, unverwechselbaren Bildsprache verband und der innerhalb seines gewählten Motivbereichs eine Meisterschaft entwickelte, die ihn zu einer Referenzgröße seiner Generation machte. Er wurde 1850 in Murrhardt in Württemberg geboren und zeigte früh eine außergewöhnliche Zuneigung zu Tieren, die sich in einer intensiven Beobachtung ihres Verhaltens, ihrer Bewegungen und ihrer Körperlichkeit niederschlug und die sein gesamtes späteres Schaffen bestimmen sollte. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Kunstakademie Stuttgart und später an der Münchner Akademie, wo er in der Tradition der deutschen Tiermalerei verwurzelt wurde, sich jedoch bald über deren akademische Grenzen hinausbewegen sollte.

Zügel entwickelte früh eine Leidenschaft für die Darstellung von Tieren im Freien, unter natürlichem Licht und in ihrer unmittelbaren Umgebung. Schafe, Rinder, Ziegen und Schweine – Tiere des bäuerlichen Alltags, nicht die edlen Pferde der repräsentativen Historienmalerei – wurden zu seinen bevorzugten Motiven, und er behandelte sie mit einer Aufmerksamkeit und Würde, die das Vertraute und Unscheinbare zum Gegenstand ernsthafter künstlerischer Auseinandersetzung erhob. Nicht die anekdotische Schilderung oder die sentimentale Vermenschlichung interessierten ihn, sondern die physische Präsenz des Tieres im Licht, die Körperlichkeit der Wolle, der Haut, des Fells unter verschiedenen Beleuchtungsbedingungen, das Verhältnis von Tier, Boden und Himmel in der Weite der Landschaft. Diese Haltung verlieh seinem Werk eine Ernsthaftigkeit und malerische Substanz, die es von der populären Tiermalerei seiner Zeit klar abhob.

Ab den 1880er Jahren intensivierte sich Zügels Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Freilichtmalerei. Unter dem Einfluss des französischen Impressionismus, mit dem er auf Reisen nach Frankreich in Berührung kam, entwickelte er eine zunehmend freiere, pastosere Malweise, die das Licht nicht mehr als gleichmäßige Beleuchtung, sondern als eigenständiges Bildsubjekt behandelte. Ein zentrales Merkmal seines reifen Werks ist die Verbindung von malerischer Unmittelbarkeit und einer fast plastischen Körperlichkeit, die seine Tiere nicht als flache Bildzeichen, sondern als dreidimensionale, von Licht und Luft umgebene Wesen erscheinen lässt. Besonders seine Schaf- und Rinderherden in der Weite der süddeutschen Landschaft, in der Morgendämmerung, im grellen Mittagslicht oder im warmen Abendschein gehören zu den eindrucksvollsten Leistungen der deutschen Tiermalerei und bezeugen eine koloristische Kühnheit und malerische Energie, die seinen Zeitgenossen und der nachfolgenden Generation als Maßstab galten.

Neben seiner Tätigkeit als Maler war Zügel eine prägende Persönlichkeit des deutschen Kunstlebens und wirkte als Professor an der Münchner Akademie, wo er als einflussreicher Lehrer eine ganze Generation von Tiermalern und Freilichtmalern ausbildete und förderte. Seine Schüler, die unter seiner Anleitung die direkte Naturbeobachtung und die impressionistische Freilichtmalerei erlernten, trugen seinen Einfluss in alle Teile des deutschsprachigen Raums und darüber hinaus. Heinrich von Zügel starb 1941 in München, hochbetagt und als eine der bekanntesten und respektiertesten Figuren der deutschen Malerei seiner Generation. Heute gilt er als der bedeutendste deutsche Tiermaler des Impressionismus, dessen Werke in den großen deutschen Museen vertreten sind und auf dem Kunstmarkt nach wie vor hoch geschätzt werden, während seine Darstellungen von Schafen und Rindern im Freilicht als die überzeugendsten und malerisch kühnsten Zeugnisse ihrer Gattung in der deutschen Kunstgeschichte gelten.