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Kunstdrucke von August Macke

Sammlung: Kunstdrucke von August Macke

August Macke war ein deutscher Maler und gilt als einer der begabtesten und farbenfrohsten Vertreter des deutschen Expressionismus und als Mitglied der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter", der er jedoch mit einer eigenen, helleren und lebensbejahenderen Bildsprache angehörte als viele seiner Weggefährten. Er wurde 1887 in Meschede im Sauerland geboren und zeigte früh eine außergewöhnliche künstlerische Begabung, die ihn an die Kunstakademie Düsseldorf und später nach München führte, wo er Wassily Kandinsky und Franz Marc kennenlernte und in den Kreis des Blauen Reiters eintrat. Entscheidend geprägt wurde er durch mehrere Parisreisen, auf denen er die Werke der Fauves und insbesondere Robert Delaunays orphistische Farbtheorie kennenlernte, die seine eigene Farbsprache nachhaltig befreite und intensivierte.

Macke entwickelte früh eine Vorliebe für das pulsierende Leben der modernen Stadt und die unbeschwerte Welt des bürgerlichen Freizeitvergnügens. Spaziergänger in Parkanlagen, elegant gekleidete Frauen vor Hutgeschäften, Kinder am Teich, Besucher in Zoos und Varietés – diese Motive des alltäglichen städtischen Lebens standen im Mittelpunkt seines Schaffens und unterscheiden ihn deutlich von den spirituellen und weltflüchtigen Tendenzen mancher Expressionisten. Nicht die innere Zerrissenheit oder die existenzielle Angst interessierte ihn, sondern die Schönheit und Lebendigkeit des gegenwärtigen Augenblicks, den er in leuchtenden Farben und klaren, rhythmischen Formen festhielt. Diese Helligkeit und Lebensfreude verleihen seinem Werk eine Unmittelbarkeit und Zugänglichkeit, die es von Beginn an einem breiten Publikum erschloss.

Ab 1912 intensivierte sich Mackes malerische Entwicklung erheblich. Ein zentrales Merkmal seines reifen Werks ist die souveräne Verbindung von farbiger Leuchtkraft und kompositorischer Klarheit, die seinen Bildern eine Frische und Harmonie verleiht, die im deutschen Expressionismus nahezu einzigartig ist. Besonders seine Tunisreise im April 1914, die er gemeinsam mit Paul Klee und Louis Moilliet unternahm, markierte den Höhepunkt seiner Entwicklung: Das Licht und die Farbwelt Nordafrikas entfachten in ihm eine letzte, intensive Schaffensphase, in der Farbe und Licht eine Freiheit und Leuchtkraft erreichten, die seine Bilder in die unmittelbare Nähe zur Abstraktion brachten, ohne je den Kontakt zur sichtbaren Welt zu verlieren. Die Aquarelle und Gemälde dieser letzten Monate gehören zu den kostbarsten Zeugnissen der deutschen Moderne.

Neben seiner Tätigkeit als Maler war Macke eine gesellige, lebenslustige und kommunikative Persönlichkeit, die im Kreis des Blauen Reiters eine verbindende und ausgleichende Rolle spielte. Seine Freundschaft mit Franz Marc war besonders eng und fruchtbar, und der briefliche Austausch beider Künstler gehört zu den aufschlussreichsten Dokumenten der deutschen Avantgarde. August Macke fiel bereits im September 1914, wenige Wochen nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in der Champagne, gerade siebenundzwanzig Jahre alt. Heute gilt er als eine der strahlendsten und tragischsten Figuren der deutschen Moderne, dessen Werke in den bedeutendsten deutschen Museen vertreten sind und auf dem internationalen Kunstmarkt hoch geschätzt werden, während sein frühes Ende als einer der schmerzhaftesten Verluste gilt, den der Erste Weltkrieg der europäischen Kunstgeschichte zugefügt hat.