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Waldstück mit Laubbäumen

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Waldwinkel

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Wegbiegung und Zaun, dahinter das Grödner Joch

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Weissenkirchen in der Wachau

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Wiesenweg

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Dünenlandschaft in der Bretagne

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Duino

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In der Pergola

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Waldwasser mit Brücke

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Kunstdrucke von Marie Egner

Sammlung: Kunstdrucke von Marie Egner

Marie Egner zählt zu den bemerkenswertesten und eigenständigsten Persönlichkeiten der österreichischen Malerei um 1900 – und zugleich zu jenen Künstlerinnen, deren Bedeutung die Kunstgeschichte lange Zeit unterschätzt und an den Rand gedrängt hat, nicht zuletzt deshalb, weil sie als Frau in einem Kunstbetrieb arbeitete, der Frauen systematisch benachteiligte und ihnen den Zugang zu akademischer Ausbildung und institutioneller Anerkennung erschwerte.

Geboren 1850 in Bad Radkersburg in der Steiermark, fand Egner ihren Weg zur Malerei trotz dieser Widerstände mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit. Ihre entscheidende künstlerische Prägung erhielt sie durch Emil Jakob Schindler, bei dem sie in den frühen 1880er Jahren studierte und dessen stimmungsimpressionistische Landschaftsauffassung sie tief in sich aufnahm. Doch blieb sie nicht bei der bloßen Übernahme seines Ansatzes stehen. Was sie aus Schindlers Schule mitnahm, verwandelte sie in etwas entschieden Eigenes: eine hellere, farblich lebhaftere und in ihrer Lichtwirkung direktere Malweise, die dem französischen Impressionismus nähersteht als dem gedämpften Stimmungstons vieler ihrer österreichischen Zeitgenossen.

Was Egners Werk vor allem auszeichnet, ist die Bandbreite ihrer Motive und die Frische, mit der sie diese anging. Gartenszenen in strahlendem Sommerlicht, Parklandschaften im Frühlingsgrün, Blumenstillleben von großer koloristischer Leuchtkraft, stille Flussläufe und ländliche Ansichten der Steiermark und des Salzkammerguts bevölkern ihr Schaffen. Besonders ihre Gartenbilder gehören zum Eindrücklichsten, was die österreichische Malerei dieser Epoche hervorgebracht hat: In ihnen verbinden sich Lichtbeobachtung, Farbfreude und eine unsentimentale Direktheit zu Werken von bleibender Qualität.

Stilistisch bewegt sie sich sicher in einem Bereich zwischen Stimmungsimpressionismus und einem helleren, von der französischen Moderne beeinflussten Kolorismus. Ihre Pinselführung ist lebendig und selbstbewusst, ihre Farbpalette wärmer und leuchtender als die vieler Zeitgenossen, ihre Kompositionen offen und luftig. Dabei verliert sie nie den Sinn für Stimmung und Atmosphäre, der ihr Werk trotz aller Helligkeit von einem bloß dekorativen Impressionismus unterscheidet.

Zu Lebzeiten war Egner im Wiener Kunstbetrieb aktiv, stellte aus und fand Anerkennung in Sammlerkreisen. Die kunsthistorische Würdigung, die ihr Werk verdient, erhielt sie dennoch erst zögerlich und bruchstückhaft. Erst in den letzten Jahrzehnten, im Zuge einer breiteren Neubewertung von Künstlerinnen der Moderne, hat Marie Egner die Aufmerksamkeit gefunden, die ihr zusteht. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Malerinnen des österreichischen Stimmungsimpressionismus, deren Werk in seiner Verbindung von atmosphärischer Sensibilität, koloristischer Kraft und malerischer Freiheit einen eigenständigen und unverzichtbaren Platz in der Kunstgeschichte des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts einnimmt.