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Chalfont Lodge, Buckinghamshire

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Warkworth Castle, Northumberland

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The New Walk, York

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Turver's Farm, Wimbish, Essex

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Jedburgh Abbey, Roxburghshire

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The Old Bridge in Devon

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London from Highgate Hill

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Eton College from Datchet Road

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Headland on the Coast of South Devon

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A Devonshire Farm

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Ripon Minster, Yorkshire

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Estuary on the River Taw, Devon

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A Border Tower

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On the Banks of the Marne below the Bridge at Charenton

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Jedburgh Abbey from the South East

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Dover

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Guisborough Priory

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Saint James Park with a View of Westminster Abbey

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Kunstdrucke von Thomas Girtin

Sammlung: Kunstdrucke von Thomas Girtin

Thomas Girtin gilt als einer der begabtesten und vielversprechendsten Künstler seiner Generation – ein Maler und Aquarellist, dessen frühes Werk die englische Landschaftskunst so nachhaltig veränderte, dass Turner selbst, sein Zeitgenosse und lebenslanger Maßstab, einmal bemerkte, hätte Girtin länger gelebt, wäre er selbst vergessen worden. Ob diese Aussage wörtlich gemeint war oder nicht, sie bezeugt eindrucksvoll, welchen Rang Girtin in den Augen derer einnahm, die ihn kannten.

Geboren 1775 in London, erhielt Girtin seine künstlerische Ausbildung als Zeichner und Aquarellist, zunächst bei einem Topographen, später durch intensive Arbeit nach Vorlagen alter Meister in der Sammlung des Kunstmäzens Thomas Monro, wo er regelmäßig gemeinsam mit Turner arbeitete. Diese frühe Schulung im Kopieren und Durchdringen der Werke anderer gab ihm eine handwerkliche Grundlage, über die er in kurzer Zeit weit hinauszuwachsen begann. Reisen durch England, Wales und Schottland lieferten ihm das Motivrepertoire, aus dem er seine bedeutendsten Werke schöpfte, und eine Parisreise kurz vor seinem Tod hinterließ eine Gruppe von Stadtansichten, die zu den eindrucksvollsten Zeugnissen seiner Kunst gehören.

Was Girtin in der Geschichte des englischen Aquarells so bedeutsam macht, ist die Entschlossenheit, mit der er das Medium von seiner illustrativen Vergangenheit befreite und es zu einem eigenständigen künstlerischen Ausdrucksmittel erhob. Vor Girtin war das Aquarell in England weitgehend ein Hilfsmittel der topographischen Zeichnung: präzise, informativ, malerisch bescheiden. Girtin verwandelte es in etwas grundlegend anderes. Er arbeitete auf rauem, ungrundiertem Papier, verwendete eine zurückgenommene, erdig-tonige Farbpalette aus Braun, Ocker, Grau und Blaugrau und setzte breite, selbstsichere Pinselstriche, die dem Blatt eine Unmittelbarkeit und Wucht verliehen, die das Aquarell bis dahin kaum kannte. Licht erzeugte er nicht durch lasierendes Aufhellen, sondern durch das gezielte Freilassen des Papiers – eine Technik, die seinen Bildern eine Frische und Direktheit sichert, die noch heute überzeugt.

Der Charakter seiner Werke ist von einer Großzügigkeit und Stille geprägt, die seinen kurzen Lebensweg vergessen lässt. Burgruinen unter weitem Himmel, Flusslandschaften im diffusen Morgenlicht, Stadtansichten mit langen Schatten und schweigendem Pflaster – Girtin behandelt diese Motive mit einer Ruhe und Selbstsicherheit, die weit über sein Alter hinausgeht. Seine Kompositionen sind offen und luftig, seine Räume tief und überzeugend, seine Atmosphäre stets konkret und gleichzeitig von einer poetischen Unbestimmtheit, die den Betrachter einlädt, im Bild zu verweilen. In seinen besten Arbeiten entsteht das seltene Gefühl, nicht ein Aquarell zu betrachten, sondern tatsächlich in jener Landschaft zu stehen, an jenem Morgen, in jenem Licht.

Thomas Girtin starb 1802 in London, gerade siebenundzwanzig Jahre alt, an den Folgen einer Lungenerkrankung. Sein Werk umfasst nur wenige hundert Blätter, doch diese genügen, um seinen Platz in der Geschichte der englischen Kunst zu sichern. Heute gilt er als einer der Begründer des modernen englischen Aquarells, dessen knappe, atmosphärische Bildsprache nicht nur Turner, sondern die gesamte Entwicklung der englischen Landschaftskunst des 19. Jahrhunderts nachhaltig beeinflusste – ein Künstler, dessen früher Tod der Kunstgeschichte eine Entwicklung vorenthielt, deren Ausmaß man nur erahnen kann.