Zum Inhalt springen

27 Produkte

Beruhigt (Calmed)

Beruhigt (Calmed)

Regulärer Preis Von 9,95 €
Verkaufspreis Regulärer Preis
Berührung (Contact)

Berührung (Contact)

Regulärer Preis Von 9,95 €
Verkaufspreis Regulärer Preis
11 Tableaux et 7 Poèmes

11 Tableaux et 7 Poèmes

Regulärer Preis Von 9,95 €
Verkaufspreis Regulärer Preis
Kunstdrucke von Wassily Kandinsky

Sammlung: Kunstdrucke von Wassily Kandinsky

Wassily Kandinsky war ein russischer Maler und gilt als einer der Pioniere und wichtigsten Theoretiker der abstrakten Kunst – ein Künstler, dessen Werk und Denken die Entwicklung der modernen Malerei so grundlegend veränderten, dass sein Name untrennbar mit dem Moment verbunden ist, in dem die westliche Kunst den entscheidenden Schritt von der Darstellung der sichtbaren Welt zur Gestaltung einer rein inneren, von Gegenständlichkeit befreiten Bildwirklichkeit vollzog. Er wurde 1866 in Moskau geboren und schloss zunächst ein Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft ab, das ihm eine gesicherte akademische Karriere in Aussicht stellte. Erst mit dreißig Jahren, nach der überwältigenden Begegnung mit einer Ausstellung der Impressionisten in Moskau und dem tiefen Eindruck, den Monet Heuhaufenserie auf ihn machte, entschied er sich endgültig für die Malerei und ging nach München, wo er an der Kunstakademie studierte und bald zu einer der prägenden Figuren des europäischen Avantgarde wurde.

Kandinsky entwickelte früh eine Überzeugung, die sein gesamtes weiteres Schaffen bestimmte: dass Farbe und Form eine eigenständige, von der Darstellung äußerer Gegenstände unabhängige spirituelle und emotionale Wirkungskraft besitzen. Nicht die sichtbare Welt sollte im Bild erscheinen, sondern das Innere – Gefühl, Klang, Vibration, geistige Energie. Diese Idee, beeinflusst von der Theosophie, von Wagners Gesamtkunstwerk und von seiner eigenen Synästhesie, die ihm ermöglichte, Farben als Klänge und Klänge als Farben zu erleben, führte ihn auf einem Weg konsequenter Abstraktion, der um 1910 in den ersten völlig gegenstandslosen Gemälden der westlichen Kunstgeschichte mündete. Diese frühen abstrakten Aquarelle und Ölgemälde, in denen Farbflächen und Linien frei im Bildraum schwingen, markierten einen Wendepunkt, dessen Bedeutung für die Kunstgeschichte kaum zu überschätzen ist.

Ab 1911 intensivierte sich Kandinskys künstlerische und theoretische Tätigkeit erheblich. Die Gründung des Blauen Reiters gemeinsam mit Franz Marc und die Publikation seines grundlegenden theoretischen Werkes „Über das Geistige in der Kunst" im selben Jahr machten ihn zu einer der einflussreichsten Stimmen der europäischen Avantgarde. Ein zentrales Merkmal seiner frühen abstrakten Periode sind die sogenannten Impressionen, Improvisationen und Kompositionen – Werkreihen, die den unterschiedlichen Graden von Spontaneität und Planung in seinem Schaffensprozess entsprechen und die gemeinsam ein Bild von der inneren Logik und dem spirituellen Anspruch seiner Abstraktion vermitteln. Besonders seine großen Kompositionen dieser Jahre gehören zu den folgenreichsten Werken der Kunstgeschichte und verdeutlichen seinen Anspruch, Malerei als eine dem Musikalischen verwandte, unmittelbar auf das Innere des Betrachters wirkende Kunst zu begreifen.

Nach dem Ersten Weltkrieg und einer prägenden Phase in Russland, wo er am Aufbau der sowjetischen Kunstinstitutionen beteiligt war, kam Kandinsky 1922 ans Bauhaus in Weimar, später in Dessau, wo er als Lehrer wirkte und seine theoretischen Überlegungen zur Wirkung von Farbe und Form systematisch weiterentwickelte. Diese Bauhausphase brachte eine deutliche Veränderung seines Stils mit sich: An die Stelle der expressiven, strömenden Formen seiner Münchner Jahre traten geometrischere, konstruktivere Bildstrukturen, in denen Kreise, Dreiecke und Linien mit einer fast mathematischen Präzision angeordnet sind und dennoch eine lebendige, von innerer Spannung durchdrungene Bildwirkung entfalten. Nach der Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten emigrierte Kandinsky 1933 nach Paris, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete und in seinem Spätwerk eine zunehmend organischere, von biomorphen Formen bevölkerte Bildwelt entwickelte, die seinem Gesamtwerk einen letzten, überraschenden Akzent hinzufügte.

Wassily Kandinsky starb 1944 in Neuilly-sur-Seine bei Paris und hinterließ nicht nur ein malerisches Werk von außerordentlicher Breite und innerer Konsequenz, sondern auch theoretische Schriften, die bis heute zu den wichtigsten Texten der modernen Kunsttheorie gehören. Heute gilt er als eine der zentralen Figuren der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, dessen Werke in den bedeutendsten Museen der Welt vertreten sind und auf dem internationalen Kunstmarkt außerordentlich geschätzt werden, während sein Name für jenen revolutionären Moment steht, in dem die Malerei die Gegenständlichkeit hinter sich ließ und eine neue, rein bildnerische Sprache zu sprechen begann.